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burnout-info.ch

Ein Burnout ist ein Erschöpfungssyndrom, das sich über
längere Zeit schleichend durch Überforderung wie
Stress entwickeln kann. Häufig trifft es
gerade sehr engagierte Personen

Burnout: Ursachen (Fortsetzung)

Wichtig ist es aber festzuhalten, dass keineswegs alle Menschen, die derartigen personenexternen Belastungen ausgesetzt sind, deshalb dann in der Folge ein Burnout bekommen. Damit das Burnout-Syndrom entsteht, müssen die externen Belastungsfaktoren zum einen über einen längeren Zeitraum andauern und zum anderen müssen noch bestimmte personeninterne Faktoren dazukommen. Erst dann kommt es zu einer explosiven Mischung, die zur völligen Erschöpfung führen kann - aber nicht muss.

Zu den personeninternen Faktoren gehören Persönlichkeitseigenschaften, die sich für das Individuum anfänglich zumeist als durchaus karriereförderlich erweisen und im Volksmund als "Macher-Typen", als "Burner" oder als "High Performer" bezeichnet werden. Zu diesen Persönlichkeitseigenschaften zählen typischerweise:

  • ein hoher Leistungsanspruch an sich selbst, Idealismus und Perfektionswillen, sowie damit einhergehend: hohe Versagensängste
  • hohe bzw. unrealistische berufsbezogene Erwartungen (beispielsweise der Irrglaube an grundsätzlich kooperative und dankbare Klienten), der intensive Wunsch nach leistungsbezogener Anerkennung, grosser Ehrgeiz und das Bedürfnis, sich zu beweisen
  • die Schwierigkeit, nein zu sagen (z.B. aus Angst vor Zurückweisung); Wunsch, es jedem recht zu machen
  • mangelnde Distanzierungsfähigkeit von bzw. Über-Identifizierung mit der Arbeit
  • ein Misstrauen gegenüber anderen Menschen und Selbstüberschätzung der eigenen Fähigkeiten
  • die Tendenz, die eigenen (Regenerations-)Bedürfnisse langfristig zu ignorieren, Überdruss und Unzufriedenheit zu verleugnen und Warnsignale des Körpers zu missachten

Wenn die o.g. internen und externen Faktoren zusammentreffen und über einen längeren Zeitraum andauern, wird eine Abwärtsspirale von Überlastung und (Selbst-)Überforderung in Gang gesetzt, an deren Ende schliesslich der Zusammenbruch steht. Aber wie genau wirken diese Faktoren zusammen und welche einzelnen Entwicklungsstufen kennzeichnen die Abwärtsspirale?

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17.10.2012 - cmz